Heimatmuseum Mühlacker
Aktuelles
ARTEFAKTE – Kunst im Dialog mit dem Heimatmuseum
Die Ausstellung „ARTEFAKTE – Kunst im Dialog mit dem Heimatmuseum“ der Künstlergruppe Mühlacker lädt vom 8. November bis 6. Dezember 2026 zu einer spannenden Begegnung von Gegenwartskunst und Geschichte ein.
Die feierliche Eröffnung beginnt am 8. November um 11:00 Uhr mit einer Matinee, einem Grußwort von Oberbürgermeister Stephan Retter und Klaviermusik von Lizi Tughushi.
Danach ist die Ausstellung jeweils sonntags von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Neben einer wöchentlichen öffentlichen Führung um 15:30 Uhr erwartet Sie jeden Sonntag ab 14:30 Uhr ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm:
- 8. November: Zeichenworkshop „Mit dem Skizzenbuch durchs Museum“ mit Avain Biederstaedt.
- 15. November: Podiumsdiskussion „ArteFakt oder Fake?“ mit den Gästen Johanna Kosch (Philosophin) und Karin Läpple (Historikerin).
- 22. November: Kulturnachmittag „Frieden in unsicheren Zeiten“ mit Poesie und Musik.
- 29. November: „Druckstation zum Mitmachen“ mit Jochen Gerst.
- 6. Dezember: „Fotozeitreise“-Fotostation mit Volker Henkel. Zum Abschluss der Finissage startet um 16:00 Uhr ein Familienprogramm mit Kinderschnitzeljagd und Nikolausbesuch.
Der Eintritt und die Teilnahme am gesamten Rahmenprogramm sind kostenfrei.

Interviews mit den Künstlern
Interview mit Sigrid Baumgärtner anlässlich der ArteFakte-Ausstellung im Jahr 2026. Fragen gestellt per E-Mail von Avain Biederstaedt. Eingesprochen von Avain und Christian Biederstaedt.
Hinter den Kulissen des Wiegenbaus von Kirsten Elischer. Die Fotomontage zeigt die alte Wiege, die Kirsten Elischer zum Bau ihres Kunstobjekts bewegt hat.
KWAKU Eugen Schütz über Kente-Cloth
Paul Revellio berichtet, was ihn an der Herstellung seiner Plastiken reizt
Avain & Christian Biederstaedt
Vorstellung der Installation „Ortszeit: Aufbahrung 2.0“ von Avain und Christian Biederstaedt.
Birgit Gersts Gedanken zu ihrer Installation „Scherben
erzählen“.
Interview mit Manfred Läkemäker über dokumentarische Fotografie
Interview mit Susanne Bosselmann anlässlich der ArteFakte-Ausstellung im Jahr 2026. Fragen gestellt per E-Mail von Avain Biederstaedt. Eingesprochen von Avain und Christian Biederstaedt.
Dorothee Simons erzählt, was sie inspiriert.
Gedichte von Volker Henkel
Erlebnisse von Glück
und von schmerzhafter
Emotionalität.
Das Leben ist ein Fluß,der mich durch Stromschnellen
führt.
Der Wunsch nach dem ruhenden
Pol
birgt eine Dynamik,
in der die Selbsterkenntnis
sich immer wieder neu hinterfragt.
Geboren um zu Leben.
Was ist der Auftrag ?
Um glücklich zu sein.
Was ist Glück ?
Vielleicht auch der Schmerz ?
Emotionale Verwirrung,
körperliches Leiden.
Schicksalhafte Momente,
die dem Leben ein Stück Sterben
vermitteln.
Das Leben ist ein Fluß.
Ich akzeptiere Teil dieser fließenden Materie zu sein.
Das nimmt mir die Angst.
Die Liebe besiegt die Angst.
Ich schwimme,
lasse mich treiben,
tauche unter
und wieder auf.
Das Leben ist ein Fluß.
Seinen Weg kenne ich nicht.
Aber ich weiß,
Gott liebt mich und dich.
Und mit dem irdischen Tod
ist diese Liebe nicht zu Ende.
Die Uhr tickt.
Das Leben wird kürzer.
Jeden Tag, jede Stunde, jede
Minute,
jede Sekunde.
Die Zeitspinnen legen
ihr Netz aus.
Mit einem Zeitstich weben
sie ihre Beute in
ihren Kokon
Er macht blind
für das zeitlose Schweben.
Nur das Ticken der Uhr
ist zu hören.
Die Gegenwart ist fixiert
auf den
regelmäßigen Schlag
der Stunde.
Das Herz schlägt in diesem
Takt und der Geist
ist gefangen und kann
sich nicht treiben lassen.
Vom Bewusstsein
der Ungewissheit,
dass nichts bleibt wie es
ist.
Ich mache die Uhr
zu einem Trapez
werfe die Zahlen darauf
und springe in die Luft.
Das fühlt sich gut an.
Die Zeitspinne lacht mich an
und aus ihren Fäden
webt sie einen fliegenden
Teppich.
Wir schweben empor
und die Zahlen verformen sich
zu Wolken.
Es beginnt ein Flug
der die Zeit auflöst.
Die Frage nach der Zukunft
stellt sich nicht.
Die Gewissheit,
dass sie aus dem Erleben
des Moments entsteht,
füllt mich mit Freude und
Erwartungauf ihr Kommen.
Im Spiegel der Zeit
verschwimmen die Bilder
Nicht die Frage nach
Vergangenheit, Gegenwart
und Zukunft sind wichtig
Allein der
Atem, der sie umgibt
ist entscheidend
Materie zerfällt.
Der Geist
gibt ihr das Leben
Ein Leben
das unsterblich ist,
wenn in ihm
die materielle
Vergänglichkeit
dankbar realisiert wird.
Allein die Liebe,
der Glaube
an die göttliche Kraft
sind der zeitlose Halt
für eine Kraft,
in der ich
zur Persönlichkeit werde,
weil ich mich nicht
zu
wichtig nehme.

